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    Therapiekonzept

    "Man muss Geduld haben, gegen das Ungelöste im Herzen und versuchen die Fragen selber lieb zu haben wie verschlossene Stuben, und wie Bücher die in einer fremden Sprache geschrieben sind. Es handelt sich darum alles zu leben. Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, ... in die Antwort hinein."  (Rainer Maria Rilke) 

    Vom Körpergefühl zur Kognition

    Wieviel Zeit braucht eine Körpertraumatherapie? Sie ist keine schnelle Kur.  Sie ist ein tiefer innerer Prozess, der Krankheitsursachen im Unbewussten auf die Spur kommt. Dafür braucht es viel therapeutische Präsenz und einen fairen Energieausgleich. Der Umfang ist abhängig vom Ausmaß der Belastungen und Vorerkrankungen. Der Erfolg richtet sich danach inwieweit jemand bereit ist, sich Zeit für die Heilung zu nehmen und Veränderungen zuzulassen. Die Anamnese und körperliche Untersuchung richtet sich zu Beginn nach der aktuellen Situation. Patienten stehen unter alten und/oder akuten Eindrücken, welche die Körper-Selbstwahrnehmung und Erinnerung verdrängen - @ Allgemeine Informationen 

    Alle Körperbehandlungen dauern in der Regel 60 Min., gefolgt von einer vertiefenden NachRuhezeit. Der Therapieprozess wird bei Bedarf von Gesprächen zum Verständnis des Körpererlebens begleitet. Medikamente, insbesondere Psychopharmaka, werden auf ihre Notwendigkeit überprüft. Sie können im Verlauf reduziert oder abgesetzt werden. Wenn gewünscht, beziehe ich das persönliche Umfeld mit ein und führe Paar- oder Familiengespräche. In Notfällen biete ich meinen Bereitschaftsdienst an. 

    Die Behandlung / Sitzung mittels der Rosen-Methode Körperarbeit erschließt die Körper-Selbstwahrnehmung wie folgt - (Abrechnungsziffern der GOÄ): 

    1.) Körperuntersuchung/en – (GOÄ Ziff. 5 / 7 / 8)
    2.) Muskel/Faszien/Bindegewebe-Großmassage – (GOÄ Ziff. 521)
    (Erfassung, Berührung und Begleitung des neuro-muskulären Tonus mit Hinführung zur Verkörperten Selbstwahrnehmung - Embodiment)
    3.) Atmungsbehandlung  - (Ziff. 505)
    (Begleitung und Vertiefung feststeckender Bewegungsimpulse, deren Ausdehnung und Lösung im Diaphragma bei Verkörperter Selbstwahrnehmung - Embodiment)
    4.) Fokussierendes Wahrnehmungstraining – (GOÄ Ziff. 846a)
    (Haltende tiefe Berührung und achtsame Begleitung der Verkörperten Selbstwahrnehmung im parasympathischen Nervensystem, d.h. vom Ruhe-Modus im Embodiment zur somatischen Selbstregulation)
    5.) Therapeutische Begleitung – (Ziff. 849 in Text-Analogien, je nach Behandlungsverlauf)
    (Verbal-assoziative Spiegelung im Embodiment mit Erreichen psychophysiologischer Vorgänge und Herausbildung somatischer Selbstregulation)
    Eine Basis-Behandlungseinheit dauert ca. 60 Minuten inklusive Nachruhezeit.
    Bei akuter traumatischer Erregung, wie in Panik oder Erstarrung, können sich in Absprache mehrere Behandlungseinheiten an einem Tag ergeben.
    Die Therapie führt über den Ausgleich im autonomen Nervensystem zur Wiedergewinnung der Selbstregulation.

    Je nach persönlicher Situation oder Wohnort gibt es verschiedene Rahmenbedingungen bzw. Vorgehensweisen: 

    • Akute Beschwerden - Intensivbehandlung mit Unterkunft in einer Ferienwohnung vor Ort ist bei weiter Anreise ratsam. Akute Beschwerden können so verantwortungsvoll mit zwei Terminen täglich versorgt werden. Der Odenwald lädt zur Erholung ein.
    • Chronische Beschwerden - Langsamer Beginn bei Unerfahrenheit mit der verkörperten Selbstwahrnehmung.
    • Bei sexueller Gewalt informiert die www.aufarbeitungskommission.de der Bundesregierung 
    • Messung und Auswertung des autonomen Nervensystems mit der Herzfrequenzvariabilität:  www.vnsanalyse.de

     

    Einblicke in Entfaltung


    "Die eigene stille, ungestörte Entwicklung lassen, die tief von innen kommt und durch nichts gedrängt wird oder beschleunigt werden kann; alles ist austragen und dann gebären ... reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt und getrost in den Stürmen des Frühlings steht - ohne Angst, dass dahinter kein Sommer kommen könnte. Er kommt doch!"  (Rainer Maria Rilke)

    Emotionen und Körper

    Emotionen sind keine "Kopf-Geburt". Sie sind Körpergefühle, die in Bewegung kommen (emovere, lat. - sich hindurch bewegen) und den Körper über seinen Zustand informieren. Emotionen sind notwendig für körperliche Heilungsprozesse. Viele Menschen haben keinen Zugang mehr zu ihnen, bzw. haben sie verdrängt. Langfristig führt das zu Unwohlsein oder Krankheit. > Emotionen. In meiner Praxis werden Sie viel über das "emotionale Handwerk" erfahren. Emotionen sind "Instrumente" zur nachhaltigen Regulationsfähigkeit des Menschen: von der Dysregulation oder Fehlregulation im Trauma über die Modulation oder Neu-Formung zur Regulation in der Heilung. Diese Stadien verlaufen nicht geradlinig sondern bewegen sich in Zyklen. Das macht das Leben in seiner Lebendigkeit aus. 

    Emotionale Chirurgie

    Das Begriffspaar Emotionale Chirurgie / Handarbeit ist ungewöhnlich, vielleicht irritierend. Es beschreibt körperliche Heilungsprozesse. 
    Emotion = lat. emovere, „hindurch-, herausbewegen“Chirurgie = Handarbeit, altgr. kheirourgiā, kheirourgos. Die CollagenKunst auf dieser Webseite zeigt Assoziationen zum traumatisierten operativen Feld des Nervensystems mit Muskeln und Faszien; gefolgt von deren Transformation zur eigenen natürlichen Gestalt von Körper & Seele. Eine schlecht heilende Wunde (altgr. Trauma) braucht Auffrischung, wie sie Chirurgen zu jeder Zeit vornahmen. Diese fördert die Granulation und Heilung des Gewebes. Das ist vergleichbar mit dem inneren Wissen von Körpertherapeuten aus der eigenen verkörperten Selbstwahrnehmung. Im spontan emotionalen Erleben aus alten Wunden können sie ihre Patienten dabei in die Traumaheilung begleiten. Respektvoll haltende Berührung schützt die Verletzung und fördert die verkörperte Selbstwahrnehmung. In tiefer therapeutischer Präsenz im Kontakt mit dem Körpertonus und Atem kommen lang vergessene, heilsame Emotionen zum Vorschein.
    Im mechanistischen Denken bedeutet der Begriff „Chirurgie“ ein invasives oder eingreifendes Vorgehen. Funktionsgestörte Teile werden repariert, entfernt oder ersetzt. Nicht-invasive, begreifende emotionale Arbeit ist anders. Sie fördert Erneuerung, Wiederverbinden und Integration neuronaler Funktionskreise von innen. Vor langer Zeit arbeitete ich an der Klinik für Plastische Chirurgie, Universität Lübeck. Wir arbeiteten an schwer verbrannten Körpern; entfernten altes Gewebe, pflegten rohes Fleisch und Transplantate. Das geschah mit feinen, langsamen und vorsichtigen Handbewegungen. Dieses Vorgehen verlangte sehr viel Feingefühl, Präsenz und emotionale Beteiligung. Immer wieder machten wir Erholungspausen. Diese Arbeit hatte die möglichst gute Wiederherstellung der Gestalt und Funktion zum Ziel. Das Gleiche geschieht in der Körpertraumatherapie. Weiteres @ Publikationen