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Selbstwahrnehmung - Interozeption - Embodiment

 


Das Gespür für uns und andere braucht den Tastsinn, es kommt aus der Selbstwahrnehmung. Der Tastsinn entwickelt sich vor allen anderen Sinnen als erstes Wahrnehmungssystem in der Frühphase der Schwangerschaft - noch bevor Organe erscheinen. Während des ganzen Lebens ermöglicht er uns das Wahrnehmen des Inneren unseres Körpers, die Interozeption im Embodiment. Diese Fähigkeit fördert die Selbstwahrnehmung und erhält die Gesundheit! Es entsteht die intakte Ver-Bindung zu sich selbst. Leider hat das moderne Leben keinen Platz dafür. Das gilt es zu ändern. Denn, ohne Berühren und Fühlen werden wir krank. "Ohne den Tastsinn wüssten wir nicht einmal, dass wir existieren. Denn eine seiner hervorragenden Leistungen besteht darin, dass wir uns jederzeit unserer körperlichen Existenz bewusst sein können. Wir denken uns nicht selbst, sondern wir fühlen uns." (aus: Homo Hapticus, Martin Grunwald, Droemer Verlag, 2017 - Wissenschaftsbuch des Jahres 2018) - Daraus entwickelt sich Bindung & Trauma bzw. Embodiment & Trauma

Die eigene stille, ungestörte Entwicklung lassen - die tief von Innen kommt -
Durch nichts gedrängt wird oder beschleunigt werden kann -
Alles ist austragen und dann gebären ...
Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt und getrost in den Stürmen des Frühlings steht -
Ohne Angst, das dahinter kein Sommer kommen könnte.
Er kommt doch!

                                                                                            Rainer Maria Rilke