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    Therapiekonzept

    Vom Körpergefühl zur Kognition

    Oft wird die Frage gestellt, wieviel Zeit eine Körperpsychotherapie braucht. Diese Therapie ist keine schnelle Kur, sondern in ihren Varianten ein tiefer innerer Prozess, der Krankheitsursachen auf die Spur kommt. Dafür braucht es viel therapeutische Präsenz. Der Umfang ist abhängig vom Ausmaß der Belastungen und Vorerkrankungen. Der Erfolg richtet sich auch danach inwieweit jemand bereit ist, sich Zeit für die Heilung zu nehmen und Veränderungen zuzulassen. Die Anamnese und körperliche Untersuchung richtet sich zu Beginn nach der aktuellen Situation. Patienten stehen oft unter alten, noch akuten, Eindrücken, welche die Körper-Selbstwahrnehmung und Erinnerung verdrängen - @ Allgemeine Informationen 

    Alle Körperbehandlungen dauern in der Regel 60 Min., gefolgt von einer vertiefenden NachRuhezeit. Der Therapieprozess wird bei Bedarf von Gesprächen zum Verständnis des Körpererlebens begleitet. Medikamente, insbesondere Psychopharmaka, werden auf ihre Notwendigkeit überprüft. Sie können im Verlauf reduziert oder abgesetzt werden. Wenn gewünscht, beziehe ich das persönliche Umfeld mit ein und führe Paar- oder Familiengespräche. In Notfällen biete ich meinen Bereitschaftsdienst an. Einige Methoden der Körperbehandlungen gibt es in der "Variante auf Distanz". Hierfür ist Praxis & Wissen der Körper-Selbstwahrnehmung wichtig, bei Patient/in und Therapeut/in. > Kontakt

    Die Behandlung / Sitzung mittels der Rosen-Methode Körperarbeit erschließt die Körper-Selbstwahrnehmung wie folgt - (Abrechnungsziffern der GOÄ): 

    1.) Körperuntersuchung/en – (GOÄ Ziff. 5 / 7 / 8)
    2.) Muskel/Faszien/Bindegewebe-Großmassage – (GOÄ Ziff. 521)
    (Erfassung, Berührung und Begleitung des neuro-muskulären Tonus mit Hinführung zur Verkörperten Selbstwahrnehmung - Embodiment)
    3.) Atmungsbehandlung  - (Ziff. 505)
    (Begleitung und Vertiefung feststeckender Bewegungsimpulse, deren Ausdehnung und Lösung im Diaphragma bei Verkörperter Selbstwahrnehmung - Embodiment)
    4.) Fokussierendes Wahrnehmungstraining – (GOÄ Ziff. 846a)
    (Haltende tiefe Berührung und achtsame Begleitung der Verkörperten Selbstwahrnehmung im parasympathischen Nervensystem, d.h. vom Ruhe-Modus im Embodiment zur somatischen Selbstregulation)
    5.) Psychotherapeutische Begleitung – (Ziff. 849)
    (Verbal-assoziative Spiegelung im Embodiment mit Erreichen psychophysiologischer Vorgänge und Herausbildung somatischer Selbstregulation)
    Eine Basis-Behandlungseinheit dauert ca. 60 Minuten inklusive Nachruhezeit.
    Bei akuter traumatischer Erregung, wie in Panik oder Erstarrung, können sich in Absprache mehrere Behandlungseinheiten an einem Tag ergeben.
    Die Therapie führt über den Ausgleich im autonomen Nervensystem zur Wiedergewinnung der Selbstregulation.
    Eine Infusionsbehandlung kann unterstützend wirken.

    Je nach persönlicher Situation oder Wohnort gibt es verschiedene Rahmenbedingungen bzw. Vorgehensweisen: 

    • Akute Beschwerden - Intensivbehandlung mit Unterkunft in einer Ferienwohnung vor Ort ist bei weiter Anreise ratsam. Akute Beschwerden können so verantwortungsvoll mit zwei Terminen täglich versorgt werden. Der Odenwald lädt zur Erholung ein.
    • Chronische Beschwerden - Langsamer Beginn bei Unerfahrenheit mit der verkörperten Selbstwahrnehmung.
    • Bei sexueller Gewalt stehen bundesweite Hilfen zur Verfügung:   www.fonds-missbrauch.de   und   www.aufarbeitungskommission.de  
      Ergänzendes Hilfesystem (EHS) für Betroffene nach sexuellem Missbrauch
    • Messung und Auswertung des autonomen Nervensystems mit der Herzfrequenzvariabilität:  www.vnsanalyse.de
    • Bei leichteren und schwerwiegenden Regulationsstörungen: 

               Infusion N: www.vagusvit.de/index.php/zusammensetzung.html

               Infusion N Fortewww.vagusvit.de/index.php/vagusvit-infusion-n-forte.html

    Je nach Bedarf kann die Behandlung mit Vagusvit Infusionen begleitet werden:

    • 2 - 3 mal wöchentlich
    • über einen Zeitraum von 3 - 5 Wochen
    • verdünnt in 500 ml steriler isotoner Kochsalzlösung
    • Laufzeit 30 - 45 Minuten

    Einblicke in Entfaltung

    Emotionen und Körper

    Emotionen sind kein psychologisches Geschehen. Sie sind keine "Kopf-Geburt", sondern bewegen sich unmittelbar durch den Körper und informieren ihn über seinen Zustand. Emotionen sind notwendig für körperliche Heilungsprozesse. Viele Menschen haben keinen Zugang mehr zu ihnen > Emotionen. In meiner Praxis werden Sie viel über das "emotionale Handwerk" erfahren.
    Emotionen sind "Instrumente" zur nachhaltigen Regulationsfähigkeit des Menschen: von der Dysregulation oder Fehlregulation im Trauma über die Modulation oder Neu-Formung zur Regulation in der Heilung. Diese Stadien verlaufen nicht geradlinig sondern bewegen sich in Zyklen. Das macht das Leben in seiner Lebendigkeit aus. 

    Emotionale Chirurgie

    Das Begriffspaar Emotionale Chirurgie / Handarbeit ist ungewöhnlich, vielleicht irritierend. Es beschreibt körperliche Heilungsprozesse. 
    Emotion = lat. emovere, „hindurch-, herausbewegen“Chirurgie = Handarbeit, altgr. kheirourgiā, kheirourgos. Die CollagenKunst auf dieser Webseite zeigt Assoziationen zum traumatisierten operativen Feld des Nervensystems mit Muskeln und Faszien; gefolgt von deren Transformation zur eigenen natürlichen Gestalt von Körper & Seele. Eine schlecht heilende Wunde (altgr. Trauma) braucht Auffrischung, wie sie Chirurgen zu jeder Zeit vornahmen. Diese fördert die Granulation und Heilung des Gewebes. Das ist vergleichbar mit dem inneren Wissen von Körpertherapeuten aus der eigenen verkörperten Selbstwahrnehmung. Im spontan emotionalen Erleben aus alten Wunden können sie ihre Patienten oder Klienten dabei in die Traumaheilung begleiten. Respektvoll haltende Berührung schützt die Verletzung und fördert die verkörperte Selbstwahrnehmung. In tiefer therapeutischer Präsenz im Kontakt mit dem Körpertonus und Atem kommen lang vergessene, heilsame Emotionen zum Vorschein.
    Im mechanistischen Denken bedeutet der Begriff „Chirurgie“ ein invasives oder eingreifendes Vorgehen. Funktionsgestörte Teile werden repariert, entfernt oder ersetzt. Nicht-invasive, begreifende emotionale Arbeit ist anders. Sie fördert Erneuerung, Wiederverbinden und Integration neuronaler Funktionskreise von innen. Vor langer Zeit arbeitete ich an der Klinik für Plastische Chirurgie, Universität Lübeck. Wir arbeiteten an schwer verbrannten Körpern; entfernten altes Gewebe, pflegten rohes Fleisch und Transplantate. Das geschah mit feinen, langsamen und vorsichtigen Handbewegungen. Dieses Vorgehen verlangte sehr viel Feingefühl, Präsenz und emotionale Beteiligung. Immer wieder machten wir Erholungspausen. Diese Arbeit hatte die möglichst gute Wiederherstellung der Gestalt und Funktion zum Ziel. Das Gleiche geschieht im übertragenen Sinne in der Körperpsychotherapie. Weiteres @ Publikationen